Neues Jahr neues Glück

Veröffentlicht am 19. Jänner 2026 um 13:44

Jahreswechsel - die Tage zwischen den Jahren, Rauhnächte, Feiertage, für die einen Familienzeit, mit oder ohne Stress für die anderen die härtesten Arbeitstage im Jahr.

Ich kann heuer mit einer Reise in meine Kindheit aufwarten, das erste Mal seit vielen Jahren heftiger Schneefall am 24. Dezember. Schnee und Kälte, die nicht nur kurz beim Fenster reinschauten, und bei nächster Gelegenheiten wieder weg waren, sondern Schnee und Kälte die blieben ... und immer noch da ist.

Dieses wundervolle Glücksgefühl durch die dicken, frisch fallenden Schneeflocken zu laufen, ein unbekümmertes unbeschwertes Gefühl, das diese Tage mit so wenig hellen Stunden so leuchten lässt.

Jetzt ist der erste Monat des neuen Jahres beinah schon wieder zu Ende. In der Früh am Weg durch die klirrend kalte Dunkelheit ins Büro. Das Netzwerk ist ausgefallen. Daheim ist die Waschmaschine kaputt, beim Auto ist die Feder zur Radaufhängung gebrochen und ich verbringe einen Vormittag in der Warteschleife einer Ambulanz. Vom Zauber und Glanz frisch fallenden Schnees ist wenig übrig geblieben.

Dann der Anruf eines Kollegen, wir überlegen kurz, aber natürlich darf man sich jetzt noch ein schönes neues Jahr wünschen. Er erzählt mir vom Schnee am 24. Dezember bei ihm zu Hause, wie schön es war. Und dann, dass er einen gemeinsamen Termin absagen muss. Er musste eine Chemotherapie beginnen, die ihn viel Kraft kostet, diesmal,  so sagte er, schaue es sehr schlecht aus. Es folgt ein langes, sehr persönliches Gespräch. Ein Gespräch voller Wärme und Nähe. Zum Abschied sagt er: Ich hoffe, dass wir uns in diesem Jahr noch hören werden.

Eigentlich ein banaler Satz, aber für jemanden eben ganz und gar nicht.

Was ist das neue Glück im neuen Jahr? Vielleicht ist es ein bisschen öfter hinhören und genießen, wenn man Momente der Nähe und Wärme und Unbeschwertheit hat.

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